Projekte

Am Riedpark, Lauchringen
Städtebauliches Entwürf für das Riedpark-Gelände // Lauchringen, DE // Wettbewerb Januar 2013
  • Lauchringen und das Riedpark-Gelände
    Die Stadt Lauchringen ist durch seine Geschichte an Dualität gewöhnt: sowohl durch das Zusammenwachsen von unteren und oberen Dörfern, als auch durch ihre Geographie, die Lage zwischen Tal und Berge, nah an der Schweiz, trotz ihrer starken Verankerung im Waldshut. Als Gelenk zwischen Ober- und Unterlauchringen, soll der neue Stadtteil Riedpark sowohl ein neues Zentrum schaffen, als auch die vorhandenen Stadtteile vereinen. Das neue Quartier hat die zusätzlich Aufgabe der Vermittlung zwischen diesen städtebaulichen Zuständen zu vermitteln, sowie die verschiedenen Gebiete in ihrer Entwicklung zu unterstützen. Die schwierigen Nord- und Südkanten stellen eine weitere Herausforderung für das Gebiet, synergetisch mit seiner Umgebung in Dialog zu treten, und als Zentrum der gesamten Stadt zu fungieren. Unser Entwurf stellt ein Lösung dar, die diesen städtebaulichen Themenkomplex als Potenzial für ein neues Zentrum sieht, ein aktives und attraktives, lebendiges Stadtzentrum, das auf aktuelle Bedürfnisse reagiert und dabei zukünftigen Entwicklungen anpassungfähig sein wird.
  • Ein neuen Zentrum
    Das Projekt basiert sich auf 5 Hauptprinzipien:
    Räumliche Integration der umliegenden Landschaft und der Stadt
    Über freigelassene Raumschneisen, Strassenausrichtungen und die Gebäudeortung werden Sichtbeziehungen zur umliegenden Berglandschaft und zu wesentlichen sichtbaren Orientierungspunkten der Stadt hergestellt.
    Integration des bestehenden Kontexts
    Straßen- und Freiraumnetz, Bebauungstruktur und Gebäudeausrichtungen entwickeln sich aus der umliegenden Umgebung und fügen sich in diese ein.
    Vernetzung vorhandener Stadtteile
    Zugang zu Rathaus, Bahnhöfen, Sporthalle und Schule werden verbessert und neue Durchwegungen für Fußgänger und Radfahrer geschaffen.
    Neues Viertel, neue öffentliche Räume
    Neue, noch nicht vorhandene Freiräume werden angeboten, die mit den bereits Vorhandenen funktionieren und für ein lebendiges Stadtteil sorgen.
    Ökologische Städtebau
    Einem starken Nachhaltigkeitsansatz, basiert auf den Prinzipien des bioklimatischen Städtebaus, wirtschaftlichen Flächenverwendung und ökologischen Bebauungskenntnissen.
  • Verbindungen 1
    Der Entwurf vermittelt die verschiedenen städtebaulichen Körnungen der Umgebung, um einen fließenden Übergang zwischen den kleinteiligen Wohngebieten und der verdichteten Bebauung südlich und östlich des Planungsgebiets zu gestalten. Diese Verlauf ähnelt der der dramatischen Berglandschaft, die durch die schräge Dachlandschaft des Quartiers in Beziehung gesetzt wird.
  • Verbindungen 2
    Trotzt formal starken Anknüpfung am umliegenden Wohnquartiere, findet die verkehrliche Erschließung eines Großteils der Bebauung lediglich von Osten über die Riedstrasse, sowie der neuen Zufahrt an der E54 statt.Nur die Bebauung am Westrand wird über das westlich angelegte Verkehrsnetz erschlossen. Der zentrale Bereich des Theodor-Heuss-Boulevard ist nur für Fußgänger und Radfahrer zugänglich, womit ein verkehrlicher Durchgang verhindert wird. Die Zufahrt von der E54 dient dem Lieferverkehr von Baufeld S4, Kraftwerk, sowie Tiefgaragenein- u. Ausfahrten über ein Einbahnstrasse, die zum Theodor-Heuss-Boulevard führt. Die zwei Nord-Süd Straßen („Am Anger“, Verlängerung Goethestraße) werden mit Fußwegen und Vorbereichen zur Bebauung ausgebildet. Die zwei NW-SO verlaufenden Straßen werden als untergeordnete Anliegerstraßen mit einseitigem Fußweg und ebenerdigem Bordstein ausgebildet.
  • Schwarzplan
    Aus der Ausrichtungen des westlichen Wohngebiets, der Feldstruktur im Norden, zusammen mit die der der Dr.-Konrad-Adneauer-Ring(Süd), ist ein städtebauliches Gerüst entstanden, die das neue Quartier als Ergänzung des Bestands erfasst. Aus der Dynamik der dieser überlagerter Geometrien entstehen spannende Straßen- und Freiräume.
  • Lageplan
    Eine dichte Mischstruktur im südlichen Teilgebiet bildet den städtischen Fokus des Quartiers. Öffentliche Räume werden mit Handelsangebote belebt. Nördlich des Quartiersboulevards wird die Bautypologie vom Süden im kleineren Maßstab fortgesetzt. Der Kern des Quartiers besteht aus gemischten Bautypen in Anlehnung an der gemischten Körnung im Westen, während im verkehrsberuhigten Nordteil wird die kleinteilige Einfamilienhausstruktur der Umgebung auf schmalen Grundstücken fortgesetzt.
  • Bioklimatische Städtebau
    - Entwicklung des Gesamtgebietes als integrierten vernetzten klimaökologischen Organismus.
    - Unterstützung eines für Gesundheit und Wohlbefinden förderlichen Klimas.
    - Optimierung der Synergie klimagünstiger Potentiale zwischen Wind, Grün und Wasser.
    - Auswirkung auf Grünraumanordnung und –gestaltung, Gebäudeform und –ausrichtung, sowie Infrastruktur.
    - Grünraumgestaltung bindet Umgebung ein u. fördert ökologische Vielfalt.
    - Autarkes Oberflächenwasserkonzept .
    - Grün u. Freiraumgestaltung zur Optimierung Belüftung u. Klimaaustausch.
    - Halböffentlicher Bereich vor Wohngebäuden fördern Bewohnerteilnahme, sozialen Austausch, Selbstverwaltung von Freiräumen.
    - Zentrale Soziale Einrichtung fördert sozialen Austausch u. Anbindung an Nachbargebieten.
    - Baustruktur unterstützt sozialorientierte Wohnmodelle.
    - Optimierung der Synergie klimagünstiger Potentiale zwischen Wind, Grün und Wasser.
  • Das ökologische Anger
    Ein linearer Grünraum, als Rückrad des nördlichen Wohngebiets, vereint Aufenthaltsraum und ökologische Ausgleichsfläche. Wohnungen und Familienzentrum profitieren vom unmittelbaren Zugang.
  • Nord-Süd-Schnitte durch das Gelände
  • Blick von der Landesstrasse auf der Wassertorplatz
    - Zurückgesetzte, representative Front, Lärmschutz durch Handels- und Bürogebäude.
    - Wassertorplatz als anpassungsfähiger Freiraum z.B. als neue Kreuzung mit Rückbau E54 oder Integration einer Ausfahrtspur.
    - Beibehaltung bestehender Lärmschutzbepflanzung bis auf eine offene Stelle zum Durchblick auf Wasserplatz.
    - Zusätzlicher Lärm- u. Immissionsschutz über eine verglaste Wand mit integriertem Wasservorhang.
    - Zufahrt im Osten für Andienung Handelseinheiten, Blockheizkraftwerk u. Tiefgarageneinfahrt.
  • Schnitt durch der Wassertorplatz
    - Visueller Eingang in das neue Gebiet an der Klettgaustrasse / E54.
    - Übergeordnetes Wasserretentionsbecken und Versickerungsanlage, als Platzraum mit Aufenthaltsqualität gestaltet.
    - Glaswand mit Wasservorhang sowie Lärmschutzbepflanzung am Südrand schützen Raum vor Lärm und Verkehrsimissionen.
    - Neue Unterführung zwischen verlängerter Neue Goethestraße bis Silcherweg.
  • Modellfoto: Blick auf dem Wassertorplatz
  • Blick über der neuen Marktplatz
    Der zentralgelegene Stadtplatz bildet den Mittelpunkt des Quartiers und wird von umliegenden Handelseinheiten belebt. Ein multifunktionaler Raum für regelmäßige und saisonale Märkte, Versammlungen und Events. Der Lauchringen-Campanile, ein städtischer Informationsverteiler, steht am östlichen Rand, am Übergang zum nördlichen Teilbereich.
  • Schnitt durch dem Marktplatz
  • Wohnen und Handel am Marktplatz
    Sämtliche Handelseinheiten im EG über Tiefgaragen mit große, flexibel unterteilbare Räume Größere Einheiten im Südwesten mit Andienung über E54. Das Ankereinheit zwischen Markt- und Wasserplätze wird mit zahlreichen kleineren Läden ergänzt, oder als Markthalle mit kulturellem Angebot im 1.OG (im Sinne von Jean Prouvé’s „Maison du Peuple“ in Clichy).
    Vorwiegend kleinere Wohneinheiten im Obergeschossen über Läden am Platz o. Boulevard. Gemeinschaftsgarten / Terrassen auf Ladendächer. Parksharing mit Handelseinheiten für optimierte Garagennutzung.
  • Modellfoto: Blick über der Marktplatz
  • Ein vielfältiges Wohnquartier
    Einfamilien- / Doppelhäuser sind auf schmale Grundstücke angeordnet.
    Schmale kompakte Reihenhäuser mit minimaler Fassadenfläche und Doppelorientierung im zentralen Bereich.
    Bei alle Wohnungen wird ein kompakte, bauwirtschaftlich und energetisch optimierte Gebäudetiefe (14m) ausgewählt, die sich sich für Baugruppenentwicklung eignet. Alle Gebäuden sind von Straßen zurückgesetzt – Vorräume als halböffentliche Übergangszone.
  • Modellfoto: Blick über das Wohnquartier


Bauherr: Gemeinde Lauchringen // Fläche: 5.5 Ha // Raumpogramm: 150 WE; 10,000 m2 Handel, 2,000 m2 Büro; 2,000 m2 Soziales // Leistungen: Vorentwürf als Vorbereitung zum Bebauungsplan